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Brasilien A - Z

Bodenschätze

Brasilien ist reich an Bodenschätzen. Noch immer werden seine Ressourcen systematisch erfasst. Das Land verfügt über Eisenerzreserven, die sich auf geschätzte 48 Milliarden Tonnen belaufen, von denen 18 Milliarden Tonnen in den Carajás-Bergen (Serra dos Carajás) im Osten des Amazonasgebiets liegen. Die bereits bekannten Vorkommen reichen aus, den Weltbedarf an Eisen (berechnet auf der Grundlage des heutigen Verbrauchs und des voraussichtlichen Wachstums) über die kommenden 500 Jahre zu decken. Darüber hinaus besitzt Brasilien bereits ausgewiesene Reserven von 208 Millionen Tonnen Mangan, zwei Millionen Tonnen Bauxit sowie 53 Millionen Tonnen Nickel, die sich nach der Entdeckung weiterer Lagerstätten im Staat Goiás auf über 400 Millionen Tonnen belaufen könnten. Von Bedeutung sind auch die neuesten Funde von hochprozentigem (1,3 %) Uranerz in den Staaten Minas Gerais und Goiás. Brasilien verfügt über Reserven an Kalium, Phosphat, Wolfram, Kassiterit (Zinnstein), Blei, Graphit, Chrom, Gold, Zirkonium (einflexibles Metall mit vielfältigen industriellen Nutzungsmöglichkeiten) sowie über Reserven des seltenen radioaktiven Elementes Thorium. Neunzig Prozent aller Edelsteine der Welt, wie Diamanten, Aquamarine, Topase, Amethyste, Turmaline und Smaragde, werden in Brasilien gefördert. 

Quelle, Brasilianische Botschaft 

Botschaften in der Schweiz und Deutschland 


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Flagge & Staatswappen von Brasilien

Die Flagge Brasiliens zeigt eine gelbe Raute auf grünem Grunde. Die Farben stehen ursprünglich nicht für das Grün der weiten Urwälder und das Gelb der zahlreichen Bodenschätze (Gold) des Landes. Die Farben der Flagge gehen auf den brasilianischen Kaiser Dom Pedro I zurück, der Grün, die Farbe seines Hauses (Bragança), anlässlich seiner Eheschließung mit Maria Leopoldine von Österreich mit dem Gelb der Habsburger verband.

Die Flagge zeigt in dem blauen Kreis 27 Sterne. Sie symbolisieren die einzelnen Bundesstaaten. Doch sie sind keineswegs willkürlich angeordnet, sie zeigen seitenverkehrt das Sternbild über Rio de Janeiro am 15. Nov. 1889, als die Brasilianische Republik proklamiert wurde. Der Schriftzug ,,ordem e progresso" bedeutet so viel wie ,,Ordnung und Fortschritt", eine Art Leitmotiv der brasilianischen Wirtschaft. Viele Brasilianer sagen jedoch es sollte besser „Unordnung und Rückschritt“ heissen.
 

 

Fotografieren

Meistens haben Brasilianer Spass daran, fotografiert zu werden. Bereitwillig posieren sie für Touristen. Misstrauen oder Hemmungen kennen die wenigsten. Dennoch ist beim Fotografieren Feingefühl angesagt: Wer mit der Kamera rücksichtslos in den Lebensbereich anderer Leute eindringt, missachtet die Gefühle und die Würde dieser Menschen. Deshalb sollte man grundsätzlich um Erlaubnis fragen oder sich durch Gesten verständlich machen.

Nicht ratsam ist es, militärische Anlagen im Bild festzuhalten. Auch Polizisten mögen es nicht, bei Amtshandlungen fotografiert zu werden. Darüber hinaus sollte man immer gut auf seine Fotoausrüstung aufpassen. Wer durch die Strassen mit einer Kamera vor dem Bauch stolziert, provoziert geradezu einen Diebstahl. Besser ist es, den Fotoapparat oder die Videokamera diskret in einer unauffälligen Tüte mit sich zu führen und nicht in einer Fototasche.

Gesundheit                         

Bitte überprüfe deinen Impfschutz Wir empfehlen dir, dich beim Impfinstitut in Zürich, Basel oder Genf genau über die aktuellen, nötigen Impfungen zu informieren. Infos auch im Internet unter: www.safetravel.ch & www.osir.ch 

Literatur 

Selbstverständlich steht eine riesige Auswahl an Reiseliteratur zur Verfügung, beispielsweise die Reiseführer von Dumont, Reise Know How, Loose und Lonely Planet. Um die Denk- und Lebensweise der Brasilianer zu verstehen und Hintergründe zum Land zu erfahren, empfehlen wir aus dem Reise Know-How Verlag das Buch „Kulturschock Brasilien“. Ebenfalls aus der gleichen Reihe erhältlich „Kauderwelsch Band 21 / Brasilianisch Wort für Wort“. Eine ideale Einführung in die portugiesisch-brasilianische Sprache.

Politik 

Staatsname: República Federativa do Brasil

Brasilien ist eine föderative Republik mit 26 Bundesstaaten und einem Bundesdistrikt mit der Hauptstadt Brasilia. Die Verfassung von 1988 bestätigt das Präsidialsystem, das den Präsidenten zum Staats- und Regierungschef macht. Der jetzige Präsident und frühere Gewerkschafter, Luis Inácio da Silva, genannt „Lula“ von der Arbeiterpartei PT ist einer der wenigen Sozialisten als Staatsoberhaupt und weckt grosse Hoffnungen, vor allem in der vorherrschenden sozialen Unterschicht. Er hat soziale Programme wie „Null Hunger“ (Fome Zero) oder eine Landreform als Ziele propagiert. Viele Unterstützer werfen ihm aber vor, sie zugunsten einer liberalen Wirtschaftspolitik zu vernachlässigen.

Religion und Glaube

 Brasilien ist ein mehrheitlich katholisches Land. 75% sind Katholiken, der Rest verteilt sich auf protestantische, orthodoxe, jüdische und buddhistische Religionsgruppen.

Die katholische Kirche hat vor allem in den 70-er Jahren während der Diktatur gegen das soziale Elend und die Verletzung der Menschenrechte protestiert und ein hohes Ansehen in der brasilianischen Öffentlichkeit gewonnen. Diese Rolle ist nach der Rückkehr zur Demokratie zunehmend überflüssig geworden. Die kirchlichen Basisorganisationen haben ihre Rolle oft an örtliche Gewerkschaften und Parteiorganisationen abgegeben. Viele sahen in der Politisierung auch einen Grund für den wachsenden Einfluss der protestantischen Kirchen und Sekten in Brasilien.

Unter dem Einfluss des Katholizismus wurden die traditionellen afrikanischen ‚Orixas’ oder Gottheiten immer stärker mit den katholischen Heiligen gleichgesetzt. Durch diese Vermischung entstanden die einzigartigen afrobrasilianischen Religionen. Die bedeutendste ist wahrscheinlich die ‚Candomblé’, die vor allem im Nordosten des Landes von Millionen von Brasilianern ausgeübt wird. Candomblé weist eine grosse Verbindung zu den altafrikanischen Religionen auf, die die Schwarzen mit nach Brasilien brachten. 

Sport

Der National-Sport in Brasilien ist der Fussball, so berühmte Fussball-Legenden wie Pélé, Zico,Ronaldo und Co wurden in Brasilien geboren. Das Maracana-Stadion in Rio ist das zweitgrösste Bauwerk dieser Art auf der Welt. Anlässlich der Fussball-WM 1959 kamen fast 200'000 ins Stadion ! 

Strom                              

Die Stromspannung ist je nach Region 110 oder 220 Volt. Ein Adapter ist teilweise erforderlich.

Telefon

Telefonieren in Brasilien ist etwa drei bis viermal teurer als in Europa. Wer die teuren Roaminggebühren auf seinem Handy umgehen will, kauft sich trotzdem am besten eine Telefonkarte. An allen Kiosken und Apotheken und in Supermärkten erhältlich. Öffentliche Telefone, sogenannte „orelhãos“ gibt’s überall. Bei lokalen Verbindungen einfach die Nummer eingeben, bei Ferngesprächen im Inland muss jedoch zuerst noch die Vorwahl der Telefongesellschaft (Bsp. Embratel 021, Telefonica 014, Telemar 031), anschliessend die Vorwahlnummer (DDD) und zum Schluss die eigentliche Nummer eingegeben werden. Dies für alle Telefonanrufe ist alles ein bisschen kompliziert, daher ein Beispiel: Vorwahlnummer von Embratel 021, Vorwahl von Salvador 071 und Telefonnummer. 021 71 3654 3664. Bei einer Internationalen Nummer kommt noch der Ländercode dazu, also z.B. für einen Anruf in die Schweiz. 0021 55 44 236787.

Wer länger bleibt, kauft am besten Chipkarte für sein Handy bei einer, der unzähligen Telefongesellschaften. Viele Brasilianer besitzen vorweg 2 oder 3 Handys, um von den Promotionen der einzelnen Telefongesellschaften zu profitieren.       

Zeit

 Brasilien hat mehrere Zeitzonen, je nach Gebiet beträgt der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -4 bis -6 Stunden. Während der europäischen Sommerzeit wird der Zeitabstand grösser und ist dann bei -5 bis -7 Stunden. In Brasilien gilt von Ende Oktober bis Mitte Februar die dortige Sommerzeit, gegenüber Europa dann MEZ -3 Stunden bzw. bis -5 Stunden.